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Maschaal Tamo

Münster-Heute war der Trauerfeier vom ermordeten kurdischen Menschenrechtler und dem stärksten Kritiker des Regimes Maschaal Tamo.

In Qamischlo sind 50 000 Menschen während der Beisetzung des kurdischen Oppositionsführers Maschaal Tamo gewesen. Aufgrund des Schieß wurden zwei Menschen ums Leben gekommen.

Gestern demonstrierten die Syrer in verschiedenen Städte in Syrien (Homs, Daara, Doma  ..usw) als Protest auf dem Mord von Maschaal Tamo.

In Deutschland Stadt Hannover nahmen gegen 200 Kurde an einer Kundgebung für den kurdischen Aktivist Maschaal Tamo teil. Es wurde Rede  von kurdischen Aktivisten  in Kurdisch, Arabisch und Deutsch gehalten und viele Transparenten auch in Kurdisch , Arabisch und Deutsch.

Es ist erwähnenswert, dass Maschaal Tamo gesten um 16 Uhr syrischer Zeit vom Regime getötet.Er war mit seinem Sohn Marsel Tamo und einer weiteren kurdischen Aktivistin (Zahida Raschkielo) und die beide Begleiter wurden schwer verletzt.

(Fotos von Kundgebung in Hannover)

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Nach einer großangelegten Verhaftungswelle haben sich die Oppositionellen nicht einschüchtern lassen. Obwohl das Schicksal der Inhaftierten nach wie vor unklar ist, gingen nun auch in Qamischli, Amuda, Ras al-Ain, Derbassieh sowie in Ain al-Arab in der Provinz Aleppo jeweils tausende Kurden, die etwa zehn Prozent der Landesbevölkerung ausmachen, und assyrische Christen auf die Straße.

Der Generalsekretär der Kurdischen Jakiti-Partei, Ismail Hami, erklärte gegenüber dem arabischen TV-Sender Al Jazeera: “Die Kurden weiten nun ihre Teilnahme an den Demonstrationen für Freiheit aus, an der Seite der syrischen Mitbrüder.” Den Eingriff der Armee verurteilte er. Damit zeigt sich die größte ethnische Minderheit des Landes, die in vielfacher Weise diskriminiert wird und bis vor kurzem gar als weitgehend rechte- und staatenlos galt, solidarisch.

Polizei feuert trotz angekündigtem Schießverbot in die Menge

Mittlerweile dauern die Unruhen bereits seit zwei Monaten an. Die Massenproteste forderten nach UN-Schätzungen bisher 700 bis 850 Tote. UN-Sprecher Rupert Colville zeigte sich über die Lage in Syrien “tief besorgt”. Trotz eines angekündigten Schießverbotes feuerten Polizisten in der westlichen Stadt Homs in die Menge. Mindestens ein Demonstrant kam ums Leben.


deutsch-tuerkische-nachrichten.de

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in Syrien töt die Sicherheitskräfte  bei Demonstrationen mindestens 22 Menschen. Die Unruhen in Nahost reißen nicht ab: Auch im Jemen und in Ägypten gingen wieder Tausende Menschen auf die Straße.

Gegen Regimegegner gehen die syrischen Sicherheitskräfte zunehmend mit Gewalt vor. In der Stadt Deraa im Süden des Landes wurden am Freitag (08.04.2011) bei Protesten tausender Menschen nach Angaben von Ärzten und Demonstranten 22 Menschen getötet und 120 verwundet. Auf den Dächern seien Scharfschützen positioniert gewesen, berichteten Anwohner, es seien Schüsse zu hören gewesen. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana räumte die Schießereien in Deraa ein, behauptete aber, es seien „Vandalen“ gewesen. Dabei seien ein Polizist und ein Krankenwagen-Fahrer getötet worden.

 

Auch in anderen Städten des Landes versammelten sich Regierungsgegner nach dem Freitagsgebet. In einem Vorort der Hauptstadt Damaskus waren bei einer Demonstration ebenfalls Schüsse zu hören. Auch in der Stadt Homs, die hauptsächlich von Sunniten bewohnt wird, gingen Hunderte auf die Straße. Im Harasta, zwölf Kilometer nördlich von Damaskus, kam es ebenfalls zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften.

Staatsbürgerschaft für Kurden**

Weitere Proteste wurden aus Idlib und Benias sowie den Provinzen Homs und Latakia gemeldet. Im Osten des Landes demonstrierten Tausende Kurden. 2004 hatte Präsident Baschar al-Assad einen Aufstand von Kurden niederschlagen lassen. Dann hatte er in den vergangenen Tagen 100.000 Kurden in der Provinz Hassaka die syrische Statsbürgerschaft zuerkannt, die ihnen 1962 aberkannt worden war. Die Kurden machen 10 bis 15 Prozent der syrischen Bevölkerung aus.

Um die Proteste einzudämmen, hat Assad Reformen versprochen: So soll die Arbeitsbeschränkung für Frauen mit Gesichtsschleier aufgehoben werden. Assad gehört der religiösen Minderheit der Alawiten an, an den Demonstrationen sind Angehörige verschiedener Religionsgruppen beteiligt. Ein Teil sympathisiert auch mit den Islamisten. Seit Beginn der regierungsfeindlichen Proteste in Syrien im März sind nach Schätzungen von Menschenrechtlern mehr als 100 Menschen getötet worden.

Autor: Dirk Eckert/DW.

**Die Zahl der Kurden, die keine Staatangehörigkeit besitzen, ist gegen 300.000. Dazu gehört auch Kurden, die nicht registririeten sind, und diese sind Maktumin.Sie dürfen keine schule besuchen , und dürfen sogar nicht  in staatlichen Krankenhäuser behandelt werden.



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Um neuen Protesten und einer Eskalation der Lage vorzubeugen, melden staatliche syrische Medien seit zwei Tagen kleine Reformschritte. Der bislang wichtigste erfolgte am Donnerstag. Der kurdischen Minderheit, die rund 10 Prozent der Bevölkerung stellt, wird erstmals seit 1962 die syrische Staatsbürgerschaft zugestanden. Dafür reiste Präsident Baschir al-Assad eigens in die Provinz Hasaka, den kurdisch bewohnen Nordosten des Landes, und traf sich mit dortigen Führern.

In dieser Region gab es bereits Wochen, ehe die Proteste in Deraa und Latakia begannen, die ersten getöteten Demonstranten zu beklagen.Trotz des Zugeständnisses, von dem rund 250.000 Menschen betroffen sind, riefen die drei kurdischen Parteien erneut zu weiteren Freitags-Demonstrationen auf. Neben der Staatsbürgerschaft foderten sie außerdem „Demokratie und Einheit“ für ganz Syrien. Unterdessen erklärte die Herausgeberin der staatlichen Zeitung Al-Tischrin, Samira al-Masalama, sie sei von der Regierung beauftragt worden, Gespräche mit Oppositionellen zu organisieren. Sie habe zwei prominente Autoren, Fayez Sara und Louai Hussein sowie den Philosophen At-Tayib Tizini kontaktiert, die wegen ihrer politischen Arbeit bereits inhaftiert waren. Al-Masalama fügte hinzu, sie hoffe, dass auch einer der prominentesten Regimekritiker, Michel Kilo, an Gesprächen teilnehmen könne.

Mazen Darwisch, Direktor des Syrischen Zentrums für Medien und Meinungsfreiheit, zeigte sich gegenüber der Nachrichtenagentur AFP angetan von dem Vorschlag des Regimes. Es sei „gut, dass sich die Behörden nun der Belange der Menschen auf der Straße annehmen“, sagte er. Es sei der fehlende Dialog gewesen, der das Land in die Situation gebracht habe, in der es sich befinde.

Der auf einigen revolutionären syrischen Websites geforderte Sturm auf die Parteizentralen der herrschenden Baath-Partei blieb am Donnerstag, dem Jahrestag ihrer Gründung, bis zum Redaktionsschluss am Nachmittag aus. Obwohl auch am Mittwoch wieder eine Trauerkundgebung aufgelöst wurde, scheint es nun tatsächlich Hoffnung auf Reformen zu geben.

Taz.de

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Der Giftgasangriff auf Halabdscha war ein Angriff auf die hauptsächlich von Kurden bewohnte irakische Stadt Halabje  (kurd, Helepçe).

Der Angriff ,  für den  Saddam Hussein verantwortlich war, fand am 16. und 17. März 1988 statt

Bei dem Angriff fanden nach unterschiedlichen Schätzungen bis zu 5.000 Menschen einen qualvollen Tod. Die meisten von ihnen waren Kinder, Frauen und alte Männer.Zwischen 7.000 und 10.000 Menschen wurden bei dem Massaker so schwer verletzt, dass sie später starben oder dauerhafte Gesundheitsschäden erlitten.

 


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Erstmals in der langen Auseinandersetzung um die Rechte der kurdischen Minderheit in der Türkei hat jetzt eine einflussreiche Gruppe kurdischer Intellektueller einen Plan für ein autonomes Kurdistan innerhalb der Türkei vorgelegt. Das Autonomie-Modell, das auf Vorstellungen des inhaftierten PKK-Chefs Abdullah Öcalan zurückgeht, beschränkt sich nicht auf die Forderung, Kurdisch als zweite Amtssprache einzuführen. Es beschreibt eine kurdische Region, deren Autonomie nicht mehr weit von einer staatlichen Unabhängigkeit entfernt ist.
Gefordert werden nicht nur ein eigenes Parlament und eine regionale Regierung, sondern auch eine eigene Flagge und Hymne sowie eigene Streitkräfte. Hinter der Erklärung stehen sowohl die militante PKK als auch auch die legale kurdische Partei BDP und ein breites Spektrum unabhängiger Kurden. Obwohl der Vorsitzende der kurdischen BDP, Selahattin Demirtas, das Autonomiemodell als Diskussionsvorlage deklarierte, gaben sich Regierung und Opposition sowie der größte Teil der veröffentlichen Meinung schockiert über die weitgehenden Forderungen, die aus der kurdischen Region erhoben wurden.
Ministerpräsident Tayyip Erdogan reagierte ungewöhnlich harsch auf die „demokratischen Autonomiepläne“. Der Vorschlag sei eine „Sabotage des gesamten demokratischen Prozesses in der Türkei“. Solche Vorschläge würden den sozialen Frieden gefährden. Wer Türkisch als alleinige Amtssprache infrage stelle, gefährde die Einheit des Landes. „Diese Leute“, befand er während der Budgetdebatte im Parlament, „repräsentieren nicht die Kurden, die ich kenne. Wen vertreten sie überhaupt?“
Umgehend schlug Demirtas zurück. An die Adresse des Ministerpräsidenten gerichtet, sagte er: „Der Wandel ist auch mit Drohungen nicht aufzuhalten. Damit spaltet Erdogan vielmehr das Land.“ Doch was angesichts des verbalen Schlagabtausches aussieht wie die Vorstufe zu neuen Kämpfen, ist derzeit nur eine Seite der Medaille. Im Stillen versuchen Regierung und wichtige kurdische Politiker die Voraussetzungen zu schaffen, damit der derzeitige Waffenstillstand, den die PKK während des Ramadan im September erklärt und anschließend verlängert hatte, möglichst in eine andauernde Waffenruhe übergeht.
Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Regierung Erdogan sich klammheimlich von dem bislang wie ein Mantra vorgetragenen Dogma „Mit Terroristen reden wir nicht“ verabschiedet und führt zumindest indirekte Gespräche mit dem ehemaligen Staatsfeind Nr. 1, dem auf der Insel Imrali inhaftierten PKK-Chef Abdullah Öcalan.
Vermittlerin zwischen Regierung und Öcalan ist die Anwältin und frühere Vorsitzende der inzwischen verbotenen kurdischen Partei DTP, Aysel Tugluk. Sie hat mit Zustimmung aus Ankara Öcalan auf der Gefängnisinsel Imrali mehrmals besuchen können und dessen Ja zu einer Verlängerung des Waffenstillstands bis zu den Parlamentswahlen im kommenden Juni eingeholt.
// Parallel dazu verhandelt die türkische Regierung auch mit dem Chef der nordirakischen kurdischen Regionalregierung, Massud Barsani, und dem irakischen Staatspräsidenten, dem Kurden Dschalal Talabani darüber, wie eine Demilitarisierung der PKK in deren Rückzugsgebieten im Nordirak aussehen könnte. So wird beispielsweise überlegt, ob die irakischen Kurden mithilfe der UNO die Waffen der PKK einsammeln könnten, wenn es zu einer Verständigung der Militanten mit der Regierung kommt.
Das demokratische Autonomiemodell, das jetzt von den Kurden vorgestellt wurde, ist die Rechnung Öcalans, die er Erdogan für seine Zustimmung zum Waffenstillstand präsentiert. Die zur BDP gehörenden kurdischen Bürgermeister im Südosten des Landes haben bereits angekündigt, demnächst auch ohne Zustimmung aus Ankara überall zweisprachige Orts- und Verkehrsschilder aufzustellen. So treiben die Kurden die AKP-Regierung vor sich her, weil Erdogan im bevorstehenden Wahlkampf keinen Bürgerkrieg haben will, sondern vielmehr auf kurdische Stimmen hofft.
Um aber die Wähler im Westen nicht zu verprellen, wird es bis zu den Wahlen seitens der Regierung kaum neue Vorschläge zur Lösung der Kurdenfrage geben. Die öffentlichen Debatten werden deshalb zunächst keine Ergebnisse hervorbringen, sondern dienen vor allem dazu, die eigenen Anhänger bei Laune zu halten.
http://www.taz.de

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