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Archive for the ‘Kino &Theatre’ Category

Kirkuk, die multiethnische Stadt im Norden Iraks, ist nach dem Sturz Saddam Husseins von gewalttätigen Konflikten zwischen rivalisierenden politischen Gruppierungen geprägt. Rund 300 Flüchtlingsfamilien haben dort in einem verlassenen Fußballstadion Zuflucht gefunden.

Unter Saddam Hussein mussten sie ihre Heimat verlassen. Nun, da sie zurückgekehrt sind, haben sie keine Häuser mehr.

Hier lebt Asu mit seiner Mutter und seinem jüngeren Bruder Diyar, der ein Bein durch eine Landmine verloren hat. Trotz der deprimierenden Umstände hat Asu seinen Lebensmut und Optimismus nicht verloren.

Der Traum

So kämpft er für seinen Traum, ein Fußballspiel zwischen kurdischen und arabischen Kindern im Stadion zu organisieren. Die Bewohner des Stadions sollen sich auf diese Weise freundschaftlich näher kommen. Gleichzeitig erhofft er sich davon, seine heimliche Liebe Hilin zu beeindrucken, da er es nicht schafft, ihr seine Gefühle direkt zu gestehen.

Mit Hilfe seines treuen Freundes Sako und der Unterstützung eines regionalen Fernsehsenders meistert Asu alle Hindernisse auf seinem Weg mit viel Biss und Humor. Wird er einen Funken Hoffnung in diese verwundete Stadt tragen können? Ein zärtlicher Film über einen explosiven Zustand, eine Komödie, die die Tragödie erst richtig zeigt.

Kirkuk

Die Stadt Kirkuk im Norden Iraks gilt als ethnisch am stärksten gemischte Stadt Iraks; sie wird immer wieder von gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Arabern, Turkmenen und Kurden erschüttert. Historische Spannungen, vor allem aber Saddams Vertreibungs- und Ansiedlungspolitik, belasten das Verhältnis der ethnisch-konfessionellen Gruppen bis heute.

Kirkuk liegt zwischen dem kurdisch dominierten Norden und der sunnitisch-arabisch dominierten Mitte des Landes. Während beide Teile arm an Erdöl sind, verfügt Kirkuk über die einzigen signifikanten Ölquellen der Region.

Die Nachbarstaaten, vor allem die Türkei, sehen in einem Erstarken der Kurden eine Bedrohung ihrer Interessen. Dennoch konnte eine Allianz der kurdischen Parteien die Mehrheit der Sitze im Stadtrat erringen.

Die größten kurdischen Parteien, die Kurdish Democratic Party und die Patriotic Union of Kurdistan fordern einstimmig die Aufnahme Kirkuks in die kurdische Autonomiezone, was bei den andern Bevölkerungsgruppen für grosse Unruhe sorgt.

Die sunnitisch-arabischen Bewohner befürchten Repressionen und Vertreibungen. Zudem wäre mit dem Verlust Kirkuks die Erdölarmut der sunnitischen Gebiete endgültig besiegelt. Umgekehrt würde die Aufnahme der Stadt in das Autonomiegebiet das irakische Kurdistan wirtschaftlich und politisch stärken, den Kurden vielleicht sogar zur Gründung des lang ersehnten unabhängigen kurdischen Staates im Norden Iraks verhelfen.

Die aktuellen Spielzeiten entnehmen Sie bitte dem Kinoprogramm Ihrer Stadt


http://www.visionae.de/2011/02/kick-off-kirkuk/



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Omar Amiralay wurde 1944 in Damaskus geboren und gilt al einer der wohl kritischsten Filmemacher Syriens, der offen gegen das autoritäre Regime in Damaskus vorging mit seinen Filmen. Ihm wird  auch eine besondere Rolle während der Ereignisse des sogenannten Damaszener Frühlings 2000 nachgesagt. Damals wurde nach dem Tod des alten Präsidenten Hafiz al-Assad eine politische Diskussion ausgelöst, die dann 2001 mit der Unterdrückung der Aktivisten endete.

Amiralay studierte zunächst in Paris und ging dann weiter in die damalige Sowjetunion, wo er eine Film-Ausbildung erhielt. 1970 kehrte er nach Damaskus zurück. In seiner Anfangszeit als Filmemacher drehte er vor allem Streifen über das Landleben und prangerte damals schon immer die Beamtenbürokratie, noch heute weit verbreitet ist in ganz Syrien, an.

Er drehte hauptsächlich Dokumentarfilme und entfernte sich während seiner Karriere immer weiter von den Ideologien der Baath-Partei in Syrien.
Auch die Ereignisse im Nachbarland Libanon beeinflussten sein Werk. 2005 widmete er einen seiner Filme dem ermordeten Rafik Hariri und unterschrieb gleichzeitig einen Aufruf zum Abzug der syrischen Truppen aus dem Libanon. Der Film zu Ehren Rafik Hariris trägt den Titel „Der Mann mit den goldenen Sohlen“.

Obwohl er dem Herrschaftssystem in Syrien sehr kritisch gegenüberstand und mit seiner Kritik auch keinesfalls hinter dem Berg hielt, wurde er anerkannt und geschätzt. Er galt als einer der führenden Filmemacher im Dokumentarfilmbereich und nun trauert die Gemeinschaft um den Verlust dieses großen Künstlers und politischen Aktivisten.

Am gestrigen Samstag verstarb der Filmemacher Omar Amiralay in seiner Wohnung in Damaskus. Gerade einmal 67 Jahre alt, erlag er den Folgen eines Herzinfarktes, so teilte es die Familie des Verstorbenen mit. In Gedenken an diesen großen Mann trauert sicher nicht nur seine Familie über den Verlust, sondern auch viele Fans des syrischen Filmemachers Amiralay werden diesen talentierten Menschen nicht nur vermissen, sondern noch lange in Erinnerung behalten

wikio News.de

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Angelika Wibbeler und Hevron, Foto: Swaantje Hehmann

Multikulturelles Theaterprojekt „Weltvorstellung“ im Emma-Theater

Osnabrück. Wie anders leben doch die Frauen in Deutschland. Hier dürfen sie Karriere machen und frei über ihr Leben entscheiden. In ihrer Heimat sei das anders, sagt die junge Kurdin. Dort sei fast jeden Tag zu hören, dass sich wieder eine Frau umgebracht habe, weil sie die Unterdrückung nicht mehr ausgehalten habe. Während die Syrerin Hevron das erzählt, verschwindet die auf dem Boden liegende Tänzerin Claudia Braubach im Hintergrund unter einem schwarzen Tuch.

„Weltvorstellung“ heißt das Stück, zu dem diese Szene gehört und das nun im Emma-Theater zu sehen war. Der Titel ist doppeldeutig zu verstehen: Sechs Migranten stellen darin ihre Welt vor und sagen, wie sie sich die Welt vorstellen. Fast alle leben sie im Osnabrücker Rosenplatzviertel, wo Regisseurin Stephanie Freericks das Projekt realisiert hat.

Herausgekommen sind mal wütende, mal witzige, mal traurige Geschichten, die größtenteils auf den tatsächlichen Erlebnissen der Darsteller beruhen. Da springt etwa Shida Ramadhani Nduni aus dem Publikum auf die Bühne, um vom Leben im Flüchtlingslager Hesepe-Bramsche zu erzählen. Wo man selten allein ist, weil in den Zimmern fünf bis sechs Betten stehen. Wo die Kinder sich langweilen. Das alles, schließt er seinen Vortrag sarkastisch, sei wohl die deutsche Gemütlichkeit.
Grundlage für die meisten Szenen waren Biografiebögen, die die Darsteller im Laufe des Projektes ausgefüllt haben. Zu diesem dokumentarischen Element des Stücks kommen Bewegungssequenzen, in denen sich Angelika Wibbeler, Margareth Flick, Hevron und Daniela Dandrea zu Musik über die Bühne bewegen und sich Worte wie Bälle zuwerfen.

„Integration ist Überforderung, Anspruch und Stress“, sagt Margareth Flick in einer dieser Szenen etwa. Wie schwer es sein kann, in einem fremden Land Fuß zu fassen, zeigt auch eine Szene, die Regisseurin Freericks in leicht veränderter Form aus dem Film „I Broke My Future – Paradies Europa“ übernommen hat: Stellvertretend für einen Asylbewerber, stellt Angelika Wibbeler dar, dass dessen Leben nur noch aus Arbeiten und Schlafen besteht. Ist es das wert, um seine Papiere zu bekommen?, fragt sie sich in der Rolle. Unterstützt wird Wibbeler von Tänzerin Claudia Braubach. Sie gehörte von 1999 bis 2005 zu Gregor Zölligs Tanzensemble am Theater Osnabrück. Bei „Weltvorstellung“ steht sie auf der Bühne und hat auch die Bewegungssequenzen choreografiert.

Das Sextett der Amateur-Darsteller wird von Döndü Dogan komplettiert, die in einem Monolog dafür wirbt, dass alle Menschen eine Einheit bilden. Ganz gleich, aus welcher Kultur sie kommen. So kommen viele unterschiedliche Welten und Vorstellungen zusammen. Das nur 45 Minuten dauernde Stück gibt so einen schönen Einblick in Geschichten, die so gut wie nie im Theater vorkommen. Und zeigt, dass es in einer kleinen Stadt wie Osnabrück viele Welten gibt.

Angelika Wibbeler und Hevron, Foto: Swaantje Hehmann

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung
30. November 2010

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Sechs Jahre Haft, 20 Jahre Berufsverbot: Das Gerichtsurteil gegen den iranischen Filmemacher Jafar Panahi hätte kaum drastischer ausfallen können. Zusammen mit dem international bekannten Regisseur ist auch sein Kollege Mohammed Rasulof verurteilt worden.

Teheran – Es ist der Versuch, einen prominenten Kritiker mundtot zu machen: Sechs Jahre lang soll der iranische Filmemacher Jafar Panahi in Haft kommen – und darüber hinaus hat ihn das Gericht mit einem 20-jährigen Berufs- und Reiseverbot belegt. Panahi müsse wegen „Propaganda gegen das System“ ins Gefängnis, sagte seine Anwältin Farideh Gheirat am Montag der iranischen Nachrichtenagentur Isna. Nach Verbüßung der Haftstrafe dürfe er weder Filme drehen, noch Drehbücher schreiben und auch keine Interviews geben. Gheirat kündigte Berufung gegen das Urteil an. Wie Panahi wurde in einem ähnlichen Verfahren der iranische Regisseur Mohammed Rasulof zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Dies teilte laut Isna dessen Anwalt Iman Mirsadeh mit.“>Panahi zählt zu den im Ausland bekanntesten Regisseuren aus dem Iran. Er erhielt unter anderem bei der Berlinale 2006 den Silbernen Bären für sein Werk „Offside“. 2000 wurde er beim Filmfestival von Venedig für den Film „Der Kreis“ mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet, 1995 gewann er die Goldene Kamera in Cannes mit dem Film „Der weiße Ballon“. Trotz ihres internationalen Erfolgs sind die meisten seiner Filme im Iran der Zensur zum Opfer gefallen.

Panahi, der offen die Oppositionsbewegung gegen den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad unterstützt, war im Februar 2010 die Ausreise verweigert worden, als er nach Deutschland fliegen wollte, um an der Berlinale teilzunehmen. Bei einer Trauerfeier der Oppositionsbewegung für die Menschen, die bei der Niederschlagung der Demonstrationen 2009 ums Leben kamen, wurde Panahi am 1. März 2010 gemeinsam mit 16 Mitstreitern in seinem Haus in Teheran verhaftet – darunter auch seine Frau und seine Tochter. Die meisten der Verhafteten kamen kurze Zeit später wieder frei. Panahi konnte erst nach knapp drei Monaten gegen Zahlung einer Kaution von umgerechnet rund 164.000 Euro vorläufig das Gefängnis verlassen. Während seiner Haft war er aus Protest in einen Hungerstreik getreten.

Die Festnahme des Filmemachers hatte international Proteste hervorgerufen, denen sich auch Star-Regisseure wie Steven Spielberg, Martin Scorsese und Oliver Stone anschlossen.

Der 1973 geborene Mohammed Rasulof, der gemeinsam mit Panahi verurteilt wurde, hatte unter anderem im Jahre 2008 eine Dokumentation über Zensur und Informationstechnologie im Iran gedreht. Für den Film „Baad-e-Daboor“ war Rasulof durch den Iran gereist, um zu dokumentieren, wie illegal verkaufte Satellitenschüsseln überall im Land zum Werkzeug einer neuen Generation werden. „Durch das Umlegen eines Schalters sind Menschen, denen jeder Zugang zur Welt bislang versperrt war, plötzlich überwältigt von Musik, Nachrichten und Meinungen im weltumspannenden Maßstab“, schrieb die New Yorker Zeitschrift „The Sun“ über den Film. „Wir erleben, wie die Technologie eine ganze Generation dazu ermächtigt, sich Mausklick für Mausklick aus der Ignoranz zu befreien.“

Der Spiegel

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Der Berühmte Theaterspiel  „4“ wurde gestern in dem Kurdischen Hauptstadt Erbil im Media Hall inszeniert.
shano
Zuvor kam das Theaterspiel  in dem Kurdischen Suleimaniya  auf die Bühne. Das Stück wurde von dem berühmten Kurdischen dichter Kassim Mohammad geschrieben und erzahlt den Alltag leben der Kurden und deren Familiäre Probleme.

In dem Theaterspiel nimmt Kijan Muhammed Ceza, Rêkewt Heme Tofiq, Hêro Cewad, Bıjwên Ali, Saman Sebah ve und  Rêje Ali als Spieler teil.

„4“ werde bald in Deutschland inszeniert.

ck/ms AKnews

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Mit der Unterstützung des Kulturministeriums der Kurdischen Regionalregierung im Irak wird zwischen dem 26. August und 30. September in der Schweizer Stadt Zürich das Kurdische Kino-Festival stattfinden.

Am 26.August 2010 um 20.45 Uhr wird die neue kurdische Filmreihe im Filmpodium Zürich offiziell eröffnet mit dem Film „Kick Off“ in Anwesenheit des Regisseurs Shawkat Amin Korki. Seine Teilnahme an diesem Schweizer Premiereabend haben der Kulturminister der Kurdischen Regionalregierung, Dr. Mahmud Kawa, und eine Delegation der kurdischen Filmförderung unter der Leitung von Shakhwan Idrees aus Erbil zugesagt.

Weitere kurdische und andere berühmte Regisseure werden an diesem Festival teilnehmen, sagte der Schweizer Festivaldirektor Resul Gultutan. „Es ist das erste große kurdische Filmfestival in Zürich, wir sind sehr erfreut über die Zusammenarbeit mit der Regionalregierung in Erbil.“

An dem Festival werden bereits international berühmte kurdische Filme gezeigt:

von Bahman Ghobadi: Vater (Bawke) und Halbmond (Half Moon),

von Shawkat Amin Korki: Crossing the Dust und Kick Off,

von Hisham Zaman: Winterland,

von Yüksel Yavuz: Close Up Kurdistan,

von Rahim Zabihi: The Land of Legends,

von Kazim Öz: The Storm,

von Shahram Alidi: Whisper with the Wind,

von Özgür Doğan und Orhan Eskiköy: Zwei Sprachen, ein Kaffee  und von Miraz Bezar: Min Dit – Die Kinder von Diyarbakir.

Für weitere Informationen unter Festival-Website:

http://www.kcf-zurich.com/

Quelle

ck/ms AKnews

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