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Archive for Juli 2010

Mit der Unterstützung des Kulturministeriums der Kurdischen Regionalregierung im Irak wird zwischen dem 26. August und 30. September in der Schweizer Stadt Zürich das Kurdische Kino-Festival stattfinden.

Am 26.August 2010 um 20.45 Uhr wird die neue kurdische Filmreihe im Filmpodium Zürich offiziell eröffnet mit dem Film „Kick Off“ in Anwesenheit des Regisseurs Shawkat Amin Korki. Seine Teilnahme an diesem Schweizer Premiereabend haben der Kulturminister der Kurdischen Regionalregierung, Dr. Mahmud Kawa, und eine Delegation der kurdischen Filmförderung unter der Leitung von Shakhwan Idrees aus Erbil zugesagt.

Weitere kurdische und andere berühmte Regisseure werden an diesem Festival teilnehmen, sagte der Schweizer Festivaldirektor Resul Gultutan. „Es ist das erste große kurdische Filmfestival in Zürich, wir sind sehr erfreut über die Zusammenarbeit mit der Regionalregierung in Erbil.“

An dem Festival werden bereits international berühmte kurdische Filme gezeigt:

von Bahman Ghobadi: Vater (Bawke) und Halbmond (Half Moon),

von Shawkat Amin Korki: Crossing the Dust und Kick Off,

von Hisham Zaman: Winterland,

von Yüksel Yavuz: Close Up Kurdistan,

von Rahim Zabihi: The Land of Legends,

von Kazim Öz: The Storm,

von Shahram Alidi: Whisper with the Wind,

von Özgür Doğan und Orhan Eskiköy: Zwei Sprachen, ein Kaffee  und von Miraz Bezar: Min Dit – Die Kinder von Diyarbakir.

Für weitere Informationen unter Festival-Website:

http://www.kcf-zurich.com/

Quelle

ck/ms AKnews

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Der bereits mehrfach ausgezeichnete Film des bekannten iranisch-kurdischen Filmregisseurs Bahman Ghobadi (Bild) „No One is Aware of the Iranian Cats”, für den es noch keinen offiziellen deutschen Titel gibt („Niemand ist sich der iranischen Katzen bewusst“), wird ab August in Japan aufgeführt – doch der derzeit im unfreiwilligen Exil in Europa lebende Ghobadi kann nicht bei den Premieren in der Hauptstadt Tokio teilnehmen, hauptsächlich wegen Pass- und Visaproblemen.

Bahman verließen den Iran in Folge der Aufstände und Krawalle nach den Präsidentschaftswahlen im Juli vergangenen Jahres. Die iranischen Behörden verboten die Aufführung des im gleichen Jahr produzierten Films. Bislang ist nicht klar, ob er zurück in sein Land kann.

„No One is Aware of the Iranian Cats”, ein Film mit einem äußerst ironischen Titel, der auf den Überwachungsapparat im „islamischen Staat” hindeutet, handelt von der Untergrund-Musikkultur im Iran – ein äußerst heikles Thema, denn Jugendliche, die „ihr eigenes Ding machen“, sind im Iran und seiner konformen Gesellschaft nicht beliebt und werden vielfach verfolgt. Ghobadi stellt sich damit erzählerisch in eine Reihe mit Filmemachern wie Jafar Panahi, der etwa in seinem preisgekrönten „Offside“ Außenseiter, Mädchen, die Fußball lieben und sich teils wie Männer aufführen, junge Diebe und zweifelnde Polizisten, herrlich in Szene setzte – und dafür dieses Jahr mehrere Monate lang ins Gefängnis musste.

„Iran will der Welt keinen Einblick in seine Verhältnisse gewähren”

In Japan soll der Ghobadi-Film mehrere Monate lang ausgestrahlt werden. Ghobadi schrieb an die Veranstalter einen offenen Brief: „Immer, wenn ich Japan besuchte für die Ausstrahlung einer meiner Filme, zähle ich jede Sekunde meiner Zeit im wunderschönen Land. Ich bin ein großer Bewunderer Ihrer Kultur, aber unter den gegebenen Unterständen kann ich Japan unglücklicherweise nicht besuchen.“ Nachdem er vor kurzem die iranische Botschaft in einem europäischen Land aufgesucht habe, um einen neuen Pass zu beantragen, sei ihm dies verweigert worden.

„Die iranische Regierung mag meine Filme nicht, und sie will auch die Ausstrahlung in anderen Ländern verhindern, damit die Welt keinen Einblick in die VErhältnisse des Iran erhält”, so Ghobadi weiter.

„No One is Aware of the Iranian Cats” erhielt 2009 bereits den Jurypreis auf dem Filmfestival Cannes. Vor kurzem wurde er auf dem Mittsommernachts-Festival in Helsinki von Publikum und Kritikern gefeiert.

Bahman Ghobadi wurde 1968 im iranischen Kurdistan in der Stadt Baneh geboren, in welcher sein erster Spielfilm „Zeit der trunkenen Pferde“ spielt. Der Film war der erste kurdische Spielfilm im Iran. In seiner Kindheit, die vom Ersten Golfkrieg zwischen Iran und Irak geprägt war, wurde seine Heimat mehrfach von der irakischen Luftwaffe bombardiert. Viele seiner Verwandten kamen dabei ums Leben. Der im Irak spielende Film „Verloren im Irak“ war sein zweiter Spielfilm.

2004 drehte er seinen nächsten kurdischen Film, „Schildkröten können fliegen“. Dieser handelt von kurdischen Kindern im Golfkrieg. Mit diesem Film gewann er die Goldene Muschel auf dem San Sebastián International Film Festival. Mit dem Film Halbmond gewann Ghobadi 2006 erneut die Goldene Muschel von San Sebastián und im April 2007 den Zuschauerpreis für den besten internationalen Film auf den Filmfestival in Istanbul. 2009 drehte er den Film mit dem ironischen Titel über die iranischen Katzen, die keiner beobachte.

ms AKnews

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 actors welcome

Der deutsche Arsenal Filmverleih hat heute das französische Migrantendrama „Welcome“ in deutscher Sprache und in der Originalfassung auf DVD angekündigt. Der Film erzählt die Geschichte eines 17-jährigen Irakers, der es auf abenteuerlichen Wegen zu Fuß vom Irak bis an den Ärmelkanal schaffte. Er folgt damit seiner nach England emigrierten Freundin und hofft auf eine Karriere als Profifußballer in England. Ein Schwimmtrainer aus Frankreich bietet ihm Hilfe an, um den Kanal zu durchschwimmen – ein heikles Thema für Länder, in denen viele Flüchtlinge ohne Rechte und illegal leben.

Philippe Lioret verpackt in seinem Film das brennende Thema Migration in ein gelungenes Melodram. „Welcome“ erzählt zugleich auf einfache Weise zwei gegensätzliche Liebesgeschichten, die sich an der absurden Weltordnung stoßen. Der Film wurde bereits im Herbst in der kurdischen Hauptstadt Erbil im Nordirak gezeigt, der irakisch-kurdische Hauptdarsteller Firat Ayverdi war einer der begehrten Hauptgäste beim Filmfestival. Anfang Februar lief er in den deutschen Kinos an. Amnesty International dazu: „Ein Edelstein im Menschenrechtskino.“

Die DVD enthält Tonspuren in Deutsch sowie der mehrsprachigen Originalfassung. Im Original sind dabei die deutschen Untertitel nicht ausblendbar. Neben Trailern finden sich ein „Making Of“ sowie eine Fotoshow auf der DVD.

ms AKnews

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Der inhaftierte Leiter der Menschenrechtsorganisation Kurdistan (Human Rights Organization of Kurdistan) Mohammad Sadiq Kaboudvand hat wahrscheinlich im Gefängnis einen Schlaganfall erlitten. Dies berichten iranische Menschenrechtsgruppen und seine Familie.

Mohammad Sadiq Kaboudvand, Gründer der Human Rights Organization of Kurdistan, war im Juni 2007 von Sicherheitskräften der Islamischen Republik verhaftet worden. Nachdem er zu zehn Jahren Haft verurteilt worden war, verbrachte er fünf Monate in Einzelhaft. Während seiner gesamten Haftzeit litt er immer wieder an ernsthaften Erkrankungen.

In einem von seiner Familie veröffentlichten Statement heißt es: „Neuesten Informationen über seinen körperlichen Zustand zufolge hat Kaboudvand sehr wahrscheinlich einen dritten Schlaganfall erlitten.“

Die Krankenstation des Gefängnisses habe Kaboudvands Bewusstlosigkeit auf Unregelmäßigkeiten in seinem Blutdruck zurückgeführt, heißt es weiter in dem Statement. Die berichteten Symptome wiesen hingegen auf einen weiteren Schlaganfall hin.

In den letzten Wochen hatten Amnesty International und die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ sich sehr besorgt über den Gesundheitszustand politischer Gefangener im Iran gezeigt und die mangelnde medizinische Versorgung in den Gefängnissen als eine Form der Druckausübung auf politische Gefangene und ihre Familien bezeichnet.

Kaboudvand hatte sich nicht nur für die Menschenrechte in Kurdistan aktivi eingesetzt, sondern war auch Direktor der Wochen[zeitung] Payam-e Mardom. Im Januar 2009 wurde er von Human Rights Watch mit dem Hellman/Hammett-Preis ausgezeichnet, mit dem Schriftsteller unterstützt werden, die von ihren Regierung für das Äußern oppositioneller Ansichten bestraft wurden.

Quelle: Julias Blog

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Präsident Baschar al-Assad hat in seiner bislang zehnjährigen Amtszeit sein Versprechen nicht gehalten, die Freiheitsrechte zu stärken und die Menschenrechtsbilanz seiner Regierung zu verbessern, so Human Rights Watch in einem heute am Vorabend des Jahrestages seiner Amtseinführung veröffentlichten Bericht.

Der 35-seitige Bericht „A Wasted Decade: Human Rights in Syria during Bashar al-Assad’s First Ten Years in Power“ untersucht die Menschenrechtsbilanz al-Assads in fünf Schlüsselbereichen: Unterdrückung politischen und menschenrechtlichen Engagements; Einschränkung der freien Meinungsäußerung, Folter, Unterdrückung der Kurden sowie der Umgang mit Verschleppungen in Syrien. Das Urteil ist trostlos.

„Egal ob Präsident al-Assad eigentlich ein Reformer sein wollte, der durch eine etablierte alte Garde daran gehindert wurde, oder ob es sich bei ihm nur um einen weiteren arabischen Herrscher handelt, der nicht bereit ist, auf Kritik einzugehen, das Ergebnis für die syrische Bevölkerung bleibt das Gleiche: keine Freiheit, keine Rechte“, so Sarah Leah Whitson, Direktorin der Abteilung Naher Osten von Human Rights Watch. „Das Fazit lautet, al-Assad hat während seiner inzwischen zehnjährigen Regierungszeit praktisch nichts getan, um die Menschenrechtslage in seinem Land zu verbessern.“

In seiner Antrittsrede am 17. Juli 2000 hatte al-Assad angekündigt, „kreatives Denken“, „Transparenz“ und „Demokratie“ sicherstellen zu wollen. Allerdings war die Zeit der Toleranz, die auf al-Assads Machtübernahme folgte, nur von kurzer Dauer. Schon bald wieder füllten sich die syrischen Gefängnisse mit politischen Gefangenen, Journalisten und Menschenrechtsaktivisten. Beispielsweise wurden in den letzten drei Wochen zwei der wichtigsten Menschenrechtsanwälte in Syrien, Haytham al-Maleh, 78, und Muhannad al-Hassani, 42, unabhängig voneinander zu jeweils drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie die Menschenrechtsbilanz Syriens kritisiert hatten. Der gefürchtete syrische Sicherheitsdienst Mukhabarat kann bei völliger Straffreiheit illegale Verhaftungen durchführen und Inhaftierte foltern. Selbst zwei Jahre nachdem Gefängnisangestellte und Militärpolizisten den Aufstand vom 5. Juli 2008 im Gefängnis Sednaya mit Schusswaffen niedergeschlagen haben, erteilen die syrischen Behörden keine Auskunft über das Schicksal von wenigstens 42 Häftlingen, von denen mindestens neun wahrscheinlich getötet wurden. In Syrien herrscht eine umfassende Zensur von Nachrichten, die sich auch auf bekannte Internetseiten wie Facebook, YouTube und Blogger erstreckt. Das Versprechen al-Assads, durch Gesetzesänderungen die politischen und zivilgesellschaftlichen Freiheiten auszuweiten, wurde nicht umgesetzt. Im März 2005 hatte er gegenüber Journalisten „eine Zeit der Freiheit für politische Parteien“ angekündigt. Dennoch handelt es sich bei Syrien de-facto immer noch um einen Einparteienstaat, in dem allein die Baath-Partei frei agieren kann. „Die Hoffnungen der Syrer auf eine neue Ära politischer Freiheit unter der Herrschaft al-Assads haben sich zerschlagen“, so Whitson.

Der kurdischen Minderheit, schätzungsweise zehn Prozent der Bevölkerung, werden grundlegende Menschenrechte verweigert. Beispielsweise haben sie nicht die Möglichkeit, in Schulen kurdisch zu lernen oder kurdische Feste, wie das Neujahrsfest Nowruz, zu feiern. Die staatliche Unterdrückung der Kurden hatte sich zugespitzt, nachdem syrische Kurden im März 2004 Großdemonstrationen in Nordsyrien durchgeführt hatten. Sie hatten damit einer seit langem schwelenden Unzufriedenheit Ausdruck verliehen. Einige der Demonstrationen eskalierten zu gewalttätigen Ausschreitungen. Trotz wiederholter Versprechungen al-Assads warten immer noch schätzungsweise 300.000 staatenlose Kurden darauf, dass die syrische Regierung ihre prekäre Lage beendet und ihnen die Staatsbürgerschaft verleiht.

In Reden und öffentlichen Interviews rechtfertigte al-Assad das Fehlen politischer Reformen, indem er entweder erklärte, sich zunächst auf die wirtschaftliche Entwicklung konzentrieren zu wollen, oder auf regionale Umstände verwies, die den geplanten Reformprozess behindert hätten. Allerdings offenbart die syrische Menschenrechtsbilanz eine systematische Unterdrückung von Andersdenkenden, unabhängig von internationalem Druck oder regionalen Bedingungen. Die von westlichen Ländern verhängte Isolation Syriens verringert sich zunehmend seit dem Jahr 2007. Regierungsmitglieder aus den USA und aus europäischen Ländern bemühen sich um eine Verbesserung der Beziehungen. Es finden regelmäßige Treffen mit al-Assad statt. „Präsident al-Assad hat keine Ausrede, um die notwendigen Reformen zur Verbesserung der Menschenrechtsbilanz seines Landes weiter hinauszuzögern“, so Whitson. „Nun, da sich die internationale Isolation Syriens auflöst, soll es auch zu einer inneren Öffnung des Landes kommen.“

Quelle

(Human rights watch, New York)

http://www.hrw.org/

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(AKnews) – Nach erfolgreichen Aufführungen in den irakisch-kurdischen Provinzhauptstädten Erbil und Duhok (Bild) wird das kurdische Theaterstück „Korpala u Agir“ („Das Kind und das Feuer“) des Regisseurs Mohammed Jamil auch in der türkisch-kurdischen Provinzhauptstadt Diyarbakir im Südosten der Türkei aufgeführt. Der Regisseur wurde offiziell vom Kultur- und Kunstzentrum der Stadt Diyarbakir eingeladen.
korpalaw agr
„Wir wurden nun offiziell eingeladen, das Stück in Diyarbakir aufzuführen“, freute sich der Regisseur gestern gegenüber AKnews. Bereits in den kommenden Tagen werde sich das Ensemble aus dem irakischen Kurdistan auf den Weg nach Diyarbakir machen.

„Das Stück stellt das Leben eines Waisenkindes dar, das erwachsen wird, einen Prinzen heiratet und schließlich sein Leben den Waisenkindern widmet“, erklärt der Regisseur. Bereits am 18. Juli werde das Stück in Diyarbakir aufgeführt.

Schauspielerin Triska Rozhbayani, die die Heldin des Stückes spielt, sagte gegenüber AKnews: „Das Stück problematisiert ein soziales Thema, das nicht nur die kurdische Gemeinde angeht. Ich glaube, durch das gesellschaftsübergreifende Thema wird das Stück noch viele weitere Einladungen aus anderen Ländern erhalten.“

ms AKnews

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Wie alle ausländischen Studenten musste ich vor zwei Monaten meine Aufenthalterlaubnis verlängern, aber was nicht wie bei  allen ausländischen Studenten war, dass ich getestet wurde, bevor ich den Aufenthalt verlängern durfte.
Als die Ausländerbehörde  mir mitteilte, wusste ich nicht, welchen Test ich machen soll.
Dann habe ich verstanden, dass es ein „Terrortest“ ist .
aber warum ich diesen Test machen soll,wusste ich auch nicht, bis ich zur Ausländerbehörde ging.
da sagten sie:“Sie kommen aus Syrien, deswegen müssen sie getestet werden)
Ich war so schockiert, als ich das hörte: Syrien ist das Land, in dem ich für lange Zeit unter der Regierung litt und heutezutage soll ich darunter weiter leiden,obwohl ich gar nicht mehr da bin.
Alle Menschen, deren Namen auf der schwarzen Liste stehen, müssen diesen Test machen, dann entscheidet Deutschland ,
wer schuldig ist und wer schuldlos ist.
Solche Maßnahmen gegen die Ausländer finde ich sehr beleidigende Maßnahme nicht nur für uns, sondern auch für Deutschland als ein demokratische Land.
was ich noch sagen möchte, dass wir schon genug unter unserer Länder gelitten haben, deshalb: Lassen Sie uns einmal fühlen, dass wir, wie normale Menschen, ohne Angst und Sorge leben können.

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