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Archive for Juni 2010

(AKnews) – Das erste „Anfal“-Filmfestival findet derzeit in der Stadt Garmiyan in der irakisch-kurdischen Provinz Suleimaniya statt. Dort werden zwölf Filme über die Kurdenverfolgung in der Saddam Hussein-Zeit gezeigt. Der Diktator benannte seine damaligen Aktionen gegen die Kurden zynisch nach der Koransure „Al-Anfal“ („Die Beute“).
Das „Anfal“-Filmfestival findet vom 25. Bis 30. Juni in Garmiyan statt.

Der Kulturdirektor des Distrikts Kalar, Umit Sadullah, sagte, dass alle Filme von Regisseuren aus dem iranischen Kurdistan sowie aus der der irakischen Region Kurdistan gedreht worden seien. Einige hätten bereits Auszeichnungen bei internationalen Filmfestivals bekommen.

In der Zeit vom 23. Februar und dem 6. September 1988 wurden unter dem Saddam Hussein-Regime bei den „Anfal-Operationen“ nach Schätzungen von Experten etwa 182.000 Kurden getötet.

ck AKnews

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Heute hat mein Mann mir diese Video gezeigt, obwohl ich die Geschichte schon vor zwei Jahren hörte, war ich so traurig.

Diese Frau hat zu viel verloren, aber sie lebt noch und erzäht ihre Geschichte,

damit wir genau wissen, in welcher Welt wir leben.

Was ich  tun  kann, dass ich  es auch in meinem Blog veröffentliche.

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(AKnews) – Der bekannte iranisch-kurdische Filmregisseur Bahman Ghobadi (Bild) führte auf dem Mitternachtssonnen-Festival in Helsinki, einem bedeutenden finnischen Filmfestival, zwei seiner neueren Filme auf, die vom Publikum und den Filmmedien begeistert aufgenommen wurden: „No One is Aware of the Iranian Cats”, für den es noch keinen offiziellen deutschen Titel gibt („Niemand ist sich der iranischen Katzen bewusst“), sowie „Schildkröten können fliegen“.

„No One is Aware of the Iranian Cats” wurde ein großer Erfolg auf dem Filmfestival, wie Fachmedien berichteten. Dem kurdischen Filmemacher bereiteten die finnischen Organisatoren ein großes Fest. Bahman Ghobadi wurde 1968 im iranischen Kurdistan in der Stadt Baneh geboren, in welcher sein erster Spielfilm „Zeit der trunkenen Pferde“ spielt. Der Film war der erste kurdische Spielfilm im Iran. In seiner Kindheit, die vom Ersten Golfkrieg zwischen Iran und Irak geprägt war, wurde seine Heimat mehrfach von der irakischen Luftwaffe bombardiert. Viele seiner Verwandten kamen dabei ums Leben. Der im Irak spielende Film „Verloren im Irak“ war sein zweiter Spielfilm.

2004 drehte er seinen nächsten kurdischen Film, „Schildkröten können fliegen“. Dieser handelt von kurdischen Kindern im Golfkrieg. Mit diesem Film gewann er die Goldene Muschel auf dem San Sebastián International Film Festival. Mit dem Film Halbmond gewann Ghobadi 2006 erneut die Goldene Muschel von San Sebastián und im April 2007 den Zuschauerpreis für den besten internationalen Film auf den Filmfestival in Istanbul. 2009 drehte er den Film mit dem ironischen Titel über die iranischen Katzen, die keiner beobachte.

Auf dem Mitternachtssonnen-Festival, das 1986 von finnischen Filmemachern wie den Gebrüdern Kaurismäki („Leningrad Cowboys“, „Das Mädchen aus der Streichholzfabrik“) gegründet wurde, wurden die Spielfilme des kurdischen Regisseurs begeistert aufgenommen.

ms AKnews

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(AKnews) – Die spektakuläre Newcomer-Formation MSV Brecht bewegt sich fließend zwischen Jazz, Rock und experimenteller Musik. Am 13. Juli sind sie im Rahmen ihrer Middle-East-Tournee in der kurdisch-irakischen Hauptstadt Erbil. „Wir werden in Erbil und im gesamten Nahen Osten unsere CD Urwaldallee präsentieren sowie improvisierte und komponierte Klänge aus der innovativen Metropole Berlin“, sagt Saxofonist und Klarinettist Timo Vollbrecht. „Wir hoffen, dass wir dem Publikum im Nahen Osten damit etwas von uns mitbringen und gute Eindrücke da lassen können.“

Organisiert wird das Konzert vom Verbindungsbüro Irak des deutschen Goethe-Instituts in Erbil und dem Jugend- und Kulturministerium der irakischen Region Kurdistan. MSV Brecht tritt am 13. Juli ab 19 Uhr in der Peshawa-Halle in der kurdischen Hauptstadt Erbil auf.

Die Berliner Musiker Timo Vollbrecht (Saxofon, Klarinette), Hanno Stick (Schlagzeug), Bernhard Meyer (Bass) und Peter Meyer (Gitarre) stellen die Band als improvisierendes Kollektiv in den Vordergrund. Mit ihren Kompositionen weben sie ein Netz bestehend aus ausgedehnten, surrealen Klanglandschaften, elektrisierenden Grooves und behutsam zusammen gedichteten Melodien.

Jeder der vier Instrumentalisten ist darüber hinaus musikalisch vielseitig tätig. Die Musiker gingen wiederholt mit dem Goethe-Institut auf Konzertreisen ins Ausland, traten auf Festivals auf, gewannen mehrfach Preise oder sind ehemalige Mitglieder des Bundes-Jazz-Orchesters.

Zuvor sind MSV Brecht am 12. Juli in Amman (Jordanien), danach am 15. Juli in Ramallah (Palästina).

ck AKnews

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Er sei von iranischen Untergrundkämpfern entführt worden, klagt der im deutschen Exil lebende Filmemacher Daryush Shokof. Die Polizei zweifelt an seinen Angaben. Der Regisseur aber will sich nicht mundtot machen lassen – und seinen regimekritischen Spielfilm „Iran Zendan“ ins Netz stellen.

Hamburg/Berlin – Als der iranische Filmemacher Daryush Shokof im Mai für einige Zeit spurlos verschwand, hörte sich das an wie eine bizarre Agentengeschichte aus dem Kalten Krieg. Er sei entführt worden, berichtete der iranische Exil-Regisseur. Die Polizei dagegen teilte mit, es werde in alle Richtungen ermittelt. Die „Kölnische Rundschau“ zitierte einen Ermittler, der es gar für möglich hielt, dass Shokof sein Verschwinden inszeniert hat: „Er hat große finanzielle Probleme“. Shokof forderte daraufhin, die Untersuchung „in die richtige Richtung“ zu führen.

Nun hat der Regisseur angekündigt, seinen regimekritischen Spielfilm „Iran Zendan“ im Internet zu veröffentlichen. Die 70-minütige Produktion könne demnächst gegen einen geringen Betrag angesehen werden, sagte der 57-Jährige am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Berlin. „Iran Zendan“ handelt von Misshandlungen politischer Gefangener in iranischen Gefängnissen. Ursprünglich hatte Shokof den Film in die Kinos bringen wollen.

Er wolle sich dem Mullah-Regime nicht beugen, erklärte Shokof. Der Regisseur, der in Berlin lebt, vermutet, von Anhängern des iranischen Regimes gekidnappt worden zu sein. Bereits vorher habe es einige außergewöhnliche Vorkommnisse gegeben. So sei in die Wohnung eines Freundes eingebrochen worden, der im selben Haus wie Shokof gewohnt habe, Shokofs Pass sei gestohlen worden und jemand habe ihm gesagt, dass sein Leben in Gefahr sei.

Am Abend des 24. Mai sei er dann von mehreren arabisch sprechenden Männern in ein Auto gezwungen, in eine Wohnung gefahren und dort mehrere Tage festgehalten worden. Laut Shokof warfen ihm seine Entführer vor, er beleidige mit seinen Filmen das islamische Regime und forderten ihn auf dafür zu sorgen, dass seine Filme nicht aufgeführt werden. Knapp zwei Wochen später tauchte Shokof wieder auf. Er vermutet, dass die große öffentliche Aufmerksamkeit zu seiner Freilassung führte

sha/ddp[der Spiegl]



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Suleimaniya/London,  (AKnews) _Der kurdische Filmemacher Sangar Kamal erklärte heute gegenüber AKnews, dass er zwei Filme produziert habe – einen in der nordirakischen Region Kurdistan und einen in England. Sein neuester Film „We Feel What We Feel“ (Bild) würde gerade in England fertig gestellt und dann auf internationalen Festivals aufgeführt.

„Als ich vor einiger Zeit zurück nach Kurdistan kam, drehte ich den Film ‚Mix‘, in dem kurdische Schauspieler aus Suleimaniya Rollen übernahmen“, erzählt der Regisseur. „Als ich zurück nach England kam, schnitt ich den Film, um ihn auf einem Festival in London zu präsentieren.“

„Mein zweiter Film mit dem Titel ‚Wir fühlen, was wir fühlen‘ (‚We Feel What We Feel‘) ist ein englischsprachiger Film und befindet sich gerade in der Schnittphase“, so Kamal. Die private Firma „Tick Films“, die er zusammen mit einigen Freunden gegründet habe, sei verantwortlich für die Finanzierung. „Mit meiner zweiten Arbeit bin ich weitaus zufriedener, weil sie weitaus professioneller ist als die erste. Natürlich dauerte auch die Produktion länger.“

Kurdische Schauspieler, die bei seiner Firma eingetragen seien, könnten leider nicht alle Rollen annehmen, die in Filmen nötig seien. „Es gibt einen großen Unterschied, ob ein kurdischer Charakter dargestellt werden soll oder ein originär englischsprachiger“, sagte der Regisseur. Da könnten nicht immer kurdische Schauspieler hinzugezogen werden.

Die kurdischen Schauspieler in „We Feel What We Feel“, wie Rzgar Karim Said und Nawroz Mawlud, hätten bereits einige Rollen in britischen Theaterstücken und Filmen gespielt, wie der kurdische Direktor erklärt.

Kamal, der einen Theater-Abschluss in Kurdistan absolviert hat, lebt seit über zwölf Jahren in England.

ms AKnews

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London, 8. Juni (AKnews) – Der bekannte kurdische Komiker Murat Batgı ist in der Bühnenshow „The Art Zone“ in London aufgetreten, um für den in Kürze erscheinenden Film „Nowhere“ („Nirgendwo“) zu werben. Weil die Zuschauer in der englischen Hauptstadt nicht alle Kurdisch verstanden, hat Batgı sein Programm auch auf Türkisch vorgeführt.

Nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur CHA wurde mit den Vorführungen von Murat Batgi der neue Film von Regisseur Hacı Ceko, „Nowhere“ („Nirgendwo“), unterstützt. Die Bühnenshow begann mit einem Fragment des Filmes, dann spielte Murat Batgi Szenen aus William Shakespeares Hamlet auf Kurdisch und Türkisch – eine schwierige Sache, wie Batgi meinte, weil die kurdische Übersetzung des englischen Königsdramas aus dem 17. Jahrhundert äußerst kompliziert sei.

Auch Trailer des neuen Films wurden gezeigt. Der Film zeigt das Leben einer alleinlebenden Geigenspielerin und die sozialen Probleme, die sie durchleben muss. Er wird in Kürze erscheinen.

Batgi sagte: „Ich möchte nicht nur, dass die Menschen lachen, sondern sie sollen gleichermaßen auch denken.“

ck/ms AKnews

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