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Ich bin Slutwalk

Am Samstag  den 18.08.2012 hat „Slutwalk“ Münster einen Protest organisiert und  zwischendurch gab es Kundgebungen von den Organisatoren.  Das Ganze hat fast 2 Stunden gedauert. Ich will nicht viel dazu sagen, das war einfach Wahnsinnig schön, Laut, Power und Wütend.  Wir, Frauen und „Männer“ mit kurzen Röcken, Kleidern oder offenem Oberteil schrien  ganz laut gegen sexuelle Gewalt aber auch  für Pussy Roit,  Transgender und Homosexualität.

Als Kurdische Frau musste ich, ehrlich gesagt, die ganze Zeit daran denken, ob irgendwann die Frauen sich dazu wagen und es laut zu sagen:

–          Ich bin „ Slutwalk“

–          Wir sind keine Schlampen, weil wir Sex haben, wann, wie und mit wem wir es wollen.

–          Es kann nicht sein, aufgrund unserer Kleidung, Selbstdefinition, sexueller    Ausrichtung oder unserem gewählten Geschlecht vergewaltigt zu werden.

–          Oder einfach schreien (Es reicht mir jetzt).

Ich hoffe, dass ich durch ein Paar Fotos, die ich fotografiert habe, euch einen klaren Blick  zu schaffen.

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Religion oder Liebe?

Sollte die Liebe immer erlaubt sein, oder gibt es Liebesbeziehungen, die aus religiösen Gründen zu verwerfen sind? Eine kleine Befragung von mir. Man hat versucht mit Christen, Muslimen, Jesiden und Juden nach ihren Meinungen zu dem Thema zu befragen

Der 23-Jährige, christliche Politikstudent Patrick aus Münster zeigte sich bezüglich der Frage amüsiert. Er sagt: „Wenn ich mich einmal in ein Mädchen richtig verliebe, dann ist es mir völlig egal, welcher Religion es angehört, ich werde mich für die Liebe entscheiden.“ Mit seiner Meinung aber steht Partick nicht komplett alleine da. Rund 181.193 Katholiken und 145.250 Protestanten sind, nach Angaben des Kirchenamts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), im Jahr 2010 entsprechend ihrer persönlichen Entscheidungsfreiheit aus der Kirche ausgetreten und legen keinen Wert auf das, was ihre Religion bzw. ihre Kirche vorgibt.

Dabei hat Patrick es noch leicht, da die drei weiteren Befragten, die anderen Religionsgemeinschaften angehören, noch viel mehr beim Thema Liebe und interreligiöse Ehe aufpassen müssen.

Die in Deutschland geborene Türkin, die weder ihren Namen, noch den Namen ihres muslimischen Vereins angeben will, sagt mit vollem Bewusstsein: „Muslimische Frauen dürfen auf keinen Fall nicht-muslimische Männer heiraten. Das ist aber keine Einschränkung für mich, weil ich für mich selber lieber einen muslimischen Mann als Ehemann haben möchte. Ich möchte, dass mein Mann die gleichen Interessen verfolgt wie ich. Ich will, dass er sich an bestimmte Gebote hält, z.B. kein Schweinefleisch zu Essen, und dies ist nur dann möglich, wenn ich mit einem Muslim verheiratet bin.“ Anscheinend lässt sich die Jungfrau sehr stark durch eine im August 2007 erlassene Fatwa des einflussreichen, islamisch-amerikanischen Juristen Dr. Sheikh Salah Al-Sawy beeinflussen, der Generalsekretär der Vereinigung muslimischer Juristen in Amerika (AMJA) erklärte darin, dass eine Ehe zwischen einer muslimischen Frau und einem Nicht-Muslimen verboten und ungültig ist, sowie, dass Kinder, die in solch einer Ehe geboren werden, illegitim sind.

Doch nicht nur die türkischstämmige Muslimin lässt sich von ihrer Religion bestimmen, sondern die jesidische Jurastudentin findet auch, dass das Verwerfen einer Liebesbeziehung aus religiösen Gründen ganz in Ordnung ist: „Das muss doch so sein. Ich werde mich auf jeden Fall für meine Religion entscheiden.“ Außerdem fährt sie fort: „Das Jesidentum ist eine Religion, die nur unter Kurden verbreitet ist. Wir sind nur 3 bis 4 Millionen Gläubige auf der gesamten Welt, deswegen bin ich davon überzeugt, einen Jesiden heiraten zu müssen, da ich die Gefahr sehe, dass das Jesidentum ausstirbt. Wir müssen uns streng an unsere Religion halten.“

Laut „the truth about the Yezidis“ gibt es derzeit 35.000 bis 40.000 Jesiden in Deutschland. Sie begannen, in den 1960er Jahren, aus dem Irak, dem Iran, der Türkei, Armenien und Syrien nach Deutschland zu kommen.

Erwähnt werden sollte, dass manche Jesiden ein Mädchen aufgrund ihrer Liebe zu einem falschen (nicht-jesidischen) Mann zum Tode verurteilen, was im Jahr 2007 tatsächlich Schicksal der 18-Jährigen jesidischen Arzu Ö. aus Detmold war, wie WELT-Online am 14.01.12 berichtete. Die jüdische Kommilitonin, die nebenan steht und zuhört, ist sich nicht ganz sicher, was sie von Religion und Liebe halten soll: „Einerseits finde ich dieses Gesetz, dass man lieber Angehörige seiner eigenen Religionsgemeinschaft heiraten sollte sinnvoll, um seine eigene Religion und Kultur zu bewahren und um diese an seine Kinder weitergeben zu können. Andererseits aber kann man sich nicht aussuchen in wen man sich verliebt“, sagt die 25-Jährige Juristin.

Obwohl die Liebe das schönste Gefühl ist, das wir überhaupt empfinden können, und das haben unsre Befragten sogar auch 100% zugestimmt, und obwohl die großen Religionen dieser Welt in ihren Schriften auf sie, einen hohen Stellenwert legen, tun sich viele mit der Liebe schwer.

Die Liebe und das Leben wird viel schöner und einfacher, wenn wir die Liebe einfach ohne Voraussetzungen an uns heranlassen, ohne darüber nachzudenken, ob es richtig, falsch, erlaubt oder verboten ist. Um unsere Liebe und alles, was wir begehren, verwirklichen, erhalten und genießen zu können, müssen wir kämpfen.

Heute zünden wir überall Feuer an (Reifen auf den Bergen, Kerzen Zuhause.. usw. ). und Morgen am 21. März feiern wir unser Fest.

Das kurdische Neujahrsfest Newroz, das am 21. März gefeiert wird, ist aus dem Widerstandsgeist des kurdischen Volkes entstanden und symbolisiert diesen bis heute.

,,Newroz“ heißt wörtlich ,,der neue Tag“ und hat sich aus den Wörtern ,,nu“ (neu) und ,,roj“ (Tag) über ,,nur“‚ und ,,nuroz“ zu ,,newroz“ entwickelt. Das Newrozfest ist wahrscheinlich das älteste kurdische Fest. Es wurde erstmals 612 v.Chr. in den Kusi- und Med-Reichen gefeiert und jährt sich damit dieses Jahr zum 2605. Mal. Newroz wurde und wird als Beginn eines neuen jahres, wenn der Winter vorbei ist und dar Frühling kommt, gefeiert.

Newroz ,wie auch unsere kulturellen Besonderheiten, wird immer noch von der Kolonialmächte verboten, sie  betreiben eine intensive Assimilationspolitik und dulden nicht, daß das Volk das Newrozfest in seiner ursprünglichen Bedeutung feiert.

Erwähnenswert ist auch, dass Newroz das einzige fest ist, das vom Balkan über die schwarzmeerregion, in Zentralasien , von allen religions- und ethnischen gruppen gleichermassen gefeiert wird. Das Frühlingsfest Newroz  wurde 2009 von der UNESCO in die liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen (Masterpieces of the oral and intangible Heritage of Humanity)

Unsere Folklore Tanzgruppe in Efrîn (Newroz 2007)

Unsere Folklore Tanzgruppe in Efrîn (Newroz 2007)

Die Quellen:

http://www.navend.de/html/kurdistan_heute/artikel/04_Newroz.htm

http://www.albakultur.de/sites/pages/projects/fk/bilder/newroz-norouz_flyer.pdf

Quadriga: kommt Assad davon?

 

Heute am 29.10.2011 wurde der kurdische Aktivist Salman Akko erschossen.

Salman Akko war auf einer friedlichen Demonstration in Damaskus, als die syrische Sicherheitskräfte auf die Demonstranten schossen.

Nieder mit dem Regime und der Opposition,,, Nieder mit dem arabischen und islamischen Nation,,,Nieder mit der UN-Sicherheitsrat,,,,,,,,,,,,,,,,Nieder mit allem

Nieder mit dem Regime und der Opposition,, Nieder mit dem arabischen und islamischen Nation,,Nieder mit der Sicherheitsrat,,,,,Nieder mit der Welt,,, Nieder mit allem ,,,,,

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Münster-In Düsseldorf organisierte die Koalition der Jugend (Sawa) eine Kundgebung für die Solidarität mit den Menschen in Syrien und für den ermordeten kurdischen Politiker (Maschaal Tammo) eine Kundgebung, die um 14:00 anfang und rund 75-100 Kurde daran teilnahm.

Die Teilnehmer trugen die kurdische Fahne als auch die syrische Fahne der Unabhängigkeit.

Auf der Kundgebung war Alan Suleiman, der in Deutschland lebt und Politikwissenschaft in Dänemark studiert.

Alan Suleiman, der Mitglied in der Koalition der Jugend(Sawa) ist, teilte mir mit, dass er gestern mit diejenigen Kurden war, die in Berlin die syrische Botschaft drangen.

Er erzählt weiter“ ich bin erst heute morgen um 07:00 nach Hause gekommen , hab noch nicht geschlafen, wir wollte hier in Düsseldorf auch was machen“

Und Alan Suleiman klagte sich über die geringe Anzahl der Teilnehme an der Kundgebung „es gibt zahlreiche Kurde in Düsseldorf und ihre Umgebung, aber trotzdem kommen nur wenige Leute zu Demonstrationen“ und er begründete es“ vielleicht haben sie immer noch  Angst vor dem Regime in Syrien“